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Verbundprojekte der LFI Boden·Pflanze·Mensch

Aktuell verfolgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ziele der Leibniz-Forschungsinitiative in fünf Verbundprojekten. Zwei weitere Projekte sind beantragt bzw. in Vorbereitung.

DFG Graduiertenkolleg GRK 1798 „Signaling at the Plant-Soil Interface“

Das GRK 1798 befasst sich mit der Aufklärung abiotischer und biotischer Signalprozesse am „Plant-Soil Interface“, der Schnittstelle zwischen Pflanze und Bodenraum. Es vereint die interdisziplinäre Expertise von sechs Instituten aus den Gartenbauwissenschaften, der Molekularen Pflanzenwissenschaften, der Mikrobiologie und der Bodenkunde auf dem Campus Herrenhausen der Leibniz Universität Hannover.

Ansprechpartner:  Prof. Dr. rer. nat. Helge Küster

BMBF Projekt BonaRes (Modul A): ORDIAmur

Die natürliche Leistungsfähigkeit landwirtschaftlich genutzter Böden zu erhalten und möglichst zu steigern, ist das zentrale Anliegen der BMBF-Ausschreibung BonaRes. Das Projektmodul ORDIAmur - Overcoming Replant Disease by an Integral Approach erforscht die Ursachen der Bodenmüdigkeit (Nachbaukrankheit), um:

  • ökologisch schädliche/kostspielige Bodendesinfektionsbehandlungen zu ersetzen
  • Strategien zu entwickeln für Erhalt und Wiederherstellung der Bodengesundheit
  • Managementwerkzeuge bereitzustellen zur Bewältigung der Bodenmüdigkeit

Wissenschaftliche Koordination: Prof. Dr. rer. hort. Traud Winkelmann
Technische Koordination:           Dipl. Ing. agr. Christopher Straeter

BMBF Programm "GlobE - Forschen für die Welternährung": Projekt HORTINLEA

HORTINLEA (Horticultural Innovations and Learning for Improved Nutrition and Livelihoods in East Africa)  ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von mehr als 20 afrikanischen, deutschen und internationalen Organisationen, welches zum Ziel hat, die Lebensgrundlagen und vor allem die Ernährungssicherung der Menschen in Ostafrika durch innovative Forschung zu verbessern. Im Focus steht die verbesserte Nutzung der lokalen genetischen Ressourcen bei Gemüse („Indigene“ Gemüsearten) in Afrika. Neben dem Aufbau von Forschungskapazitäten werden im Rahmen von HORTINLEA mehr als 20 Promovierende ausgebildet. Bearbeitet werden Ansätze für die Wertschöpfungskette, naturwissenschaftliche und ökonomische Themen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. sc.agr. Helmut Stützel

BMBF-Projekt MultiSpek

Im BMBF-Cluster Multispek (Multimodale Spektroskopische Untersuchungen zur Inline Detektion der Viabilität von Zellen) geht es um die Entwicklung neuartiger Analytik, damit komplexe biotechnologische Prozesse ganzheitlich im Prozess überwacht werden können. Das Institut für Technische Chemie an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover arbeitet an der Entwicklung äußerst anspruchsvoller Kultivierungsmethoden von tierischen Zellen für die spektroskopische Analytik.

Innovative Analysentechniken, die im BMBF-Projekt MultiSpek entwickelt worden sind, sollen im Projekt "Wissensbasierte Prozessintelligenz" mit anderen Sensoren in konkreten Prozessen eingesetzt und erprobt werden.

Ansprechpartner: Professor Dr. rer. nat. Thomas Scheper

BMBF-Projekt Allianz - "Wissensbasierte Prozessintelligenz"

Das BMBF-Projekt Allianz wird koordiniert vom Labor- und Prozesstechnologieanbieter Sartorius. Bundesweit arbeiten 20 Partner aus Industrie und akademischer Forschung zusammen, darunter als einer von lediglich zwei universitären Partnern das Institut für Technische Chemie der Naturwissenschaftlichen Fakultät der LUH. Bioökonomie ist das Ziel der Allianz "Wissensbasierte Prozessintelligenz": eine innovative Prozessanalytik aufzubauen, welche die komplexen biologischen Prozesse für eine industrielle Nutzung beherrschbar macht, beispielsweise bei der Herstellung von Biotreibstoffen oder Aromen/Duftstoffen mit Mikroorganismen unter Nutzung pflanzlicher Rohstoffe (Zucker, Öle, Cellulose). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Allianz mit rund 9 Millionen Euro.

 

Ansprechpartner: Professor Dr. rer. nat.Thomas Scheper

Boden·Pflanze·Mensch – Hochwertige pflanzliche Wirkstoffe für die Humanernährung

Pflanzen liefern in der Humanernährung essenzielle Nährstoffe, aber auch viele gesundheitsfördernde und –erhaltende Wirkstoffe. Der rein pflanzlichen Ernährung wird unterstellt, dass sie viele essenzielle Wirkstoffe, wie Eisen, Kalzium, Vitamin B12 nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stellt.

In diesem Projekt wird an den Modellnährstoffen Vitamin B12 und Phytoferritin untersucht, wie durch eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion heimischer Pflanzen erreicht werden kann, dass Pflanzen diese essenziellen Wirkstoffe in hoher Menge und Qualität bereitstellen. Aspekte der Biodiversität, Interaktionen von Boden und Pflanze, die Analytik und Aufarbeitung der Pflanzen werden bearbeitet. Pflanzen und Pflanzenpräparate werden in Humanstudien auf die tatsächliche Bioverfügbarkeit der ausgewählten Wirkstoffe untersucht. Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeit ermittelt die Akzeptanz in der Bevölkerung und kommuniziert deren Wünsche an die Projektpartner. Ziel des Projektes ist es, die wissenschaftlichen Ergebnisse in eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion dieser Pflanzensysteme einzubringen. Eine enge Kooperation besteht mit landwirtschaftlichen Unternehmen und Firmen, die spezielle Pflanzenpräparate vertreiben. Für Niedersachsen und darüber hinaus wird beispielhaft das Potenzial der gesamten Wertschöpfungskette von nachhaltiger Produktion unter ökologischen Bedingungen bis hin zur Vermarktung dargestellt. Für dieses Projekt sind Fördermittel beantragt.

Ansprechpartner:
Dr. rer. nat. Ilyana Pepelanova und  PD Dr. rer. nat. Jan Philipp Schuchardt